Die Welt sehen

Voir du pays

Französisch mit Untertiteln; Drama; Frankreich, Griechenland, 2016; Regie: Delphine Coulin, Muriel Coulin; mit Stéphanie Sokolinski, Ariane Labed, Ginger Romàn; 102 Min.

»Was sieht man im Krieg? Gar nichts. Erstens, weil im Camp über lange Strecken keine Kampfhandlungen stattfinden. Zweitens, weil man während des Kampfes überhaupt nichts sieht – man kämpft um sein Leben. Und schließlich, weil jeder aus seiner eigenen Perspektive sieht, was geschieht, also nur eine partielle Sicht der Realität. Während der »Dekompression« nehmen Aurore und Marine an Einsatznachbesprechungen teil, nach denen sie anders darüber denken werden, was sie gesehen haben. Die Psycholog*innen verwenden Virtual-Reality-Videotechnologie, die die Erlebnisse der Soldat*innen in Echtzeit bebildert. Das Ziel ist, dass sie sich durch Worte und Bilder von ihren schmerzhaften Erinnerungen distanzieren können. (…) Es ist unmöglich – und vielleicht auch nicht wünschenswert – den Krieg zu vergessen, diese Kriege, an denen wir direkt oder aus der Distanz beteiligt waren. Wir werden täglich daran erinnert. In Voir du pays geht es um diese Frage: Wie kann man überhaupt sein Leben bewältigen, wenn man solche Gewalt erlebt hat?«
Delphine und Muriel Coulin

Gewinner des Spielfilmpreises des
Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund Köln 2017

fsk-kino.peripherfilm.de/die-welt-sehen

13.11. & 15.11. um 17.00 Uhr; 20.11. um 21.00 Uhr