Schulkinowoche Hamburg

Sonita

Dokumentarfilm, DEUTSCHLAND / IRAN / SCHWEIZ | 2015 | ROKHSAREH GHAEM MAGHAMI | 91 MIN. Ab 9. Klasse

Mit Rap drückt die 18-jährige Sonita ihre Gefühle aus: „Statt zu schweigen, will ich schreien!“ Zehn Jahre ist her, dass sie mit ihren Geschwistern vor den Taliban aus Afghanistan floh. Seitdem lebt die junge Afghanin ohne Papiere und ohne Möglichkeit auf Schulbildung in Teheran. Ihre Familie trifft unterdessen Vorbereitungen für eine Zwangsheirat. Als sie mit dem selbstproduzierten Internetvideo „Brides for Sale“ einen viralen Hit landet, spitzt sich die Lage zu: Die Hilfsorganisation für Straßenkinder und Kinderarbeiter, die ihr bei der Überwindung der Fluchttraumata beisteht und sie bei der Planung ihrer Zukunft berät, muss ihr die Unterstützung entziehen – Soloauftritte von Frauen sind im Iran streng verboten. Ein Musikstipendium in den USA könnte sich als letzte Rettung erweisen. Dazu allerdings muss Sonita noch einmal nach Afghanistan reisen, um ihre Papiere zu beantragen. Die Familie darf nichts erfahren.

Themen: Frauen, Islam, fremde Kulturen, Tradition, Zwangsheirat, Gender/Geschlechterrollen, Musik, Internet, Menschenrechte, Träume

Unterrichtsfächer: Gemeinschaftskunde, Geographie, Medien/Film, Musik, Politik, Psychologie/Pädagogik, Religion/Ethik

www.realfictionfilme.de/sonita

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Kinoseminar mit Hanna Schneider, Film- und Literaturwissenschaftlerin

21.11. um 11.45 Uhr