

Spanisch mit englischen Untertiteln; Argentina/Frankreich/Niederlande/Deutschland/Spanien 2008; Regie: Lisandro Alonso, Drehbuch: Lisandro Alonso, Salvador Roselli, Kamera: Lucio Bonelli, Ton: Catriel Vildosola, Musik: Flormaleva, Schnitt: Lisandro Alonso, Fernando Epstein, Martin Mainoli, Sergi Dies, 84 Minuten.
Farrel, Matrose auf einem Containerschiff, geht von Bord, um nach jahrelanger Abwesenheit seine Mutter zu besuchen. Bei eisigen Temperaturen reist er durch die schneebedeckten Weiten Feuerlands in sein abgelegenes Heimatdorf. Wortkarg und in sich gekehrt wandert er durch die immer bergiger werdende Einöde. Seine Rückkehr vollzieht sich langsam und nur zögerlich. Bei der Ankunft am Ort seiner Kindheit erwartet ihn keine freudige Begrüßung, sondern eine überraschende Begegnung: Die Familie hat ein neues Mitglied. Eine Variation auf das Thema Einsamkeit – mit bestechenden Bildkompositionen, großer Sorgfalt im Umgang mit Farben und Licht, langen Einstellungen und einer Kamera, die gelegentlich einfach abschweift. "Lisandro Alonso, einer der Magier des minimalistischen Kinos („Los Muertos“, 2004), konfrontiert den Zuschauer mit einer völlig eigenen konzentrierten Filmsprache, die erst ganz am Ende den eigentlichen Motor seiner Erzählung preisgibt." (Katalog vom "4. Around the world in 14 films") "Ein Hauch von Kaurismäki liegt in vielen Szenen, sowohl durch ihre Lakonie, aber noch mehr in ihrer Inszenierung. Doch im Gegensatz zu Kaurismäki sind bei Alonso die Tragödien nicht hinter etwas versteckt, was man als absurden Humor begreifen und abtun könnte. Denn was sich enthüllt, als der Mann ankommt, kurz dableibt und dann wieder abreist, ist eine Tragödie." (Rüdiger Suchsland)
29.7. bis 4.8. um 19.00 Uhr