Mother

Madeo

Koreanisch mit Untertiteln; Südkorea 2009; Regie: Bong Joon-ho; Drehbuch: Bong Joon-ho, Park Eun-kyo; mit: Kim Hye-ja, Won Bin, Gu Jin, Yoon Jae-moon, Jun Mi-sun, Lee Young-suck, Song Sae-Beauk; 128 Min.

In „Memories of Murder“ war es der Serienkillerfilm, in „Host“ der Monsterfilm, nun, in seinem jüngsten Film, verwendet Bong Joon-ho erneut Elemente des Detektivfilms und vermischt sie mit einer unter anderem an Hitchcock angelehnten falscher-Mann-am-falschen-Ort Geschichte. Der Mann heißt hier Do-joon, ein etwas tumber Kerl in den Zwanzigern, der mit seiner ebenfalls nicht ganz normalen Mutter in einem ländlichen Dorf in Korea lebt. Sehr zum Unwillen seiner Mutter ist Do-joon mit Jin-tae befreundet, der ihn immer wieder zu unüberlegten Aktionen anstiftet und im Zweifelsfall die Schuld auf Do-joon ablädt. Dieses Mal aber scheint Do-joon sich selbst in die Klemme gebracht zu haben: Ein junges Mädchen wurde ermordet und am Tatort ein Golfball gefunden, der von Do-joon unterschrieben ist. Ein klarer Fall für die örtliche Polizei, die froh sind, einen Täter zu haben und wenig Interesse daran zeigen, möglichen Zweifeln auf den Grund zu gehen. Diese Aufgabe übernimmt die Mutter selbst, die keinen Namen trägt, aber (hoffentlich) nicht als Beispiel für universelles mütterliches Verhalten gedacht ist. Zunächst allerdings verhält sich Mutter noch recht normal, engagiert einen Anwalt, stellt Nachforschungen an. Zunehmend jedoch steigert sie sich immer mehr in ihre Aufgabe hinein, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um ihren Sohn aus dem Gefängnis zu befreien. Doch ob der tatsächlich unschuldig ist, bleibt offen. (Michael Meyns)

www.mfa-film.de

5. bis 11.8. um 21.00 Uhr;
12. bis 18.8. um 16.30 Uhr