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Ray & Liz

In einem Vorort von Birmingham am Rande der Gesellschaft wurschtelt sich die Familie Billingham durch ein Leben, das bestimmt wird von Faktoren, die sich ihrer Kontrolle entziehen und gekennzeichnet ist von extremen Ritualen und gesellschaftlichen Tabubrüchen. In drei Episoden aus diesem Leben werden die mitunter schockierenden und von verstörendem Humor geprägten Erfahrungen einer Kindheit in einer Sozialwohnung im Black Country, dem Schwarzen Land Englands, heraufbeschworen.

Mit seinem etwas anderen Familienalbum RAY’S A LAUGH (1996) wurde der britische Fotograf Richard Billingham berühmt. Jetzt kehrt er mit seinem Kinodebüt RAY & LIZ nur leicht fiktionalisierend zurück in die Bild- und Figurenwelt seines größten Erfolges: zurück zu seinen Eltern, seinem Alkoholikervater Ray und seiner übergewichtigen Mutter, die in einer verwahrlosten Wohnung in den West Midlands mit ihren beiden Kindern hausen. Der Alltag ist hart und auch nicht herzlich, aber doch lässt  Billingham einen grimmigen Humor in der Trostlosigkeit durchscheinen und eine zärtliche Empathie besonders für Ray, der sich mit stoischer Disziplin durch den Tag säuft. Wem Ken Loach zu versöhnlich ist, der sollte an diesem schonungslosen und brillant gefilmten Porträt britischen Subproletariats seine Freude haben. (Film Festival Cologne)

Drama; Englisch mit Untertiteln
Regie: Richard Billingham
Mit Ella Smith, Justin Salinger, Patrick Romer, Deirdre Kelly, Tony Way, Sam Gittins, Joshua M.
Großbritannien 2018, 108 Min.

Typische Altersgruppe: Ab 12 Jahre.