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Home Games

Alina lebt in Kiew. Seit ihrer Kindheit trainiert die talentierte Fußballerin dafür, eines Tages im Nationalteam der Ukraine zu spielen. Doch dann stirbt ihre Mutter und die 20-Jährige übernimmt die Verantwortung für ihre kleinen Geschwister Renat und Regina. Mit Hilfe ihrer überforderten Großmutter und ihrer Freundin Nadya, muss sie den Alltag der Kinder organisieren und finanzieren. Während das Geld nicht reicht, um kaputt gelaufene Schuhe zu ersetzen, verzockt der alkoholsüchtige Vater das Kindergeld in der Spielhalle. Als Alina und die Großmutter beginnen, um das Sorgerecht für die Kleinen zu kämpfen, eröffnet sich für die Sportlerin die Chance der Qualifikation für das Nationalteam. Muss Alina ihren Traum für die Familie aufgeben? Mit „Home Games“ ist Alisa Kovalenko mehr gelungen als eine rücksichtsvolle Dokumentation über eine beeindruckende Frau und Fußball. Die Zerrissenheit der Protagonistin und ihr Kampf um ein besseres Leben spiegeln den gesellschaftlichen Zustand der Ukraine seit den politischen Umwälzungen ab 2013 wider. Daher ist der Film auch das Porträt einer Generation und einer sozialen Klasse. Teile ihrer Geschichte erzählt Kovalenko realitätsbezogen und immer wieder auch mit starken Bildern. Regisseurin Lisa Kovalenko ist angefragt.

Ukrainisch mit englischen Untertiteln
Regie: Lisa Kovalenko
Ukraine 2018, 86 Min.