3.6.

15:30

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3.6.

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All the Beauty and the Bloodshed

Nan Goldin ist eine Größe der Kunstszene mit der zu rechnen ist. Sie stellt in nahezu allen großen Museen der Welt aus - Louvre, Tate, Moma. Ihre Fotografien sind persönlich, erzählen aus ihrem Leben und von ihrer Community aus Künstler*innen, Queers, Punks, Sexarbeiter*innen. Nan hat gelebt und ihr Weg in die Museen war kein einfacher. Inzwischen ist sie etabliert, ihre Stimme wird ernst genommen und sie nutzt sie, um gegen einen übermächtigen Feind zu kämpfen. Die Sackler Familie ist eine Pharma-Konzern-Dynastie, die die Opioidkrise in den USA durch die Verharmlosung ihrer Produkte angestoßen hat. Die Familie gehört zudem zu den größten Kunstmäzenen der Welt und viele Museen nehmen Spenden von ihr an. Nan’s Kampf ist persönlich, denn ihre Community ist besonders von der Opioidkrise betroffen und zeitgleich steht sie als Künstlerin in Abhängigkeit von den Gönnern der Kunstwelt. Dennoch organisiert sie einen Widerstand und findet in diesem eine zweite Community. Die beiden Erzählstränge verschmelzen zu einem liebenswerten, poppigen und emotionalen Porträt einer Aktivistin fürs Leben. Man schwankt zwischen der Euphorie ihres freien Lebens in den 70/80ern und der schreienden Ungerechtigkeit, die ihrer Community widerfährt. Auf herzzerreißende Momente folgen Höhenflüge und trotz dieser Achterbahnfahrt bleibt Nan Goldin lebensbejahend und so kommt der Filmtitel von ihr selbst: „Sie sieht die Zukunft und all die Schönheit und das Blutvergießen.“ Durch und durch inspirierend und rührend. - CLB

Dokumentation; Englisch mit Untertiteln
Regie: Laura Poitras
USA 2022, 122 Min.