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Futur Drei

Parvis wächst als Kind der Millenial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner Iranischen Einwanderer-Eltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwandersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden.

Am 30.9. Film und Videogespräch mit Nastaran Tajeri, Hengameh Yaghoobifarah, Wana Limar und Faraz Shariat. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg. 

Lovestory, Drama; Deutsch, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie: Faraz Shariat
Mit Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalal
Deutschland 2020, 92 Min.

Auszeichnungen: First Steps Award 2019 als Bester Spielfilm, Götz-George-Nachwuchspreis

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